Diskussionsmethode: Debattierclub

Um Argumente zu kämpfen kann Spaß machen
von Kathrin Schmider

> für Fortgeschrittene

Das Ziel: Spaß an Diskussionen, eine andere Perspektive einnehmen und sich mit Themen auseinandersetzen.

Material: Kärtchen in zwei verschiedenen Farben, Stifte
Zeit: 45 min
Gruppengröße: 7 – 17 (bei mehr evtl. mehrere Untergruppen bilden)

Die Vorbereitung: Es werden zwei Untergruppen gebildet. Eine Untergruppe übernimmt den Part „Dafür“, eine den Part „Dagegen“. Die Gruppen haben zwanzig Minuten Zeit das Thema anzudiskutieren und Argumente für ihre Seite zu sammeln. Dabei ist nicht wichtig, ob man persönlich hinter Dafür oder Dagegen steht. Argumente gibt es je nach Perspektive für jedes Thema. Die Argumente werden auf Kärtchen notiert. Dabei bekommen die zwei Gruppen zwei unterschiedliche Farben, z. B. blau und gelb.

Außerdem braucht es noch eine Person, die später die Gesprächsleitung und gegebenenfalls Schiedsrichterfunktion übernimmt.

Die Debatte: Die Gruppen nehmen an gegenüberliegenden Tischseiten Platz. Eine Seite beginnt und führt ihr erstes Argument aus. Bei Bedarf kann die Redezeit begrenzt werden. Dann kommt die Gegenseite und führt eines ihrer Argumente aus. Und so geht es hin und her, bis einer Seite die Argumente ausgehen. Wichtig ist, dass auch innerhalb der Debatte neue Argumente dazukommen können. Falls Zweifel bestehen ob ein Argument wirklich ein neues ist oder nicht, entscheidet die Gesprächsleitung. Sie beendet auch die Debatte, wenn nichts Neues mehr dazukommt.

Die Positionierung: Je zwei Personen gehen zusammen in Mauschelgruppen. D.h. sie unterhalten sich noch einmal kurz über das Gehörte und ihre Haltung dazu. Nach fünf Minuten bekommt jede und jeder eine blaue und eine gelbe Karte. Jede und jeder überlegt für sich, welche Seite er/sie in der Diskussion überzeugender fand. Die Gesprächsleitung zählt auf drei und bei drei halten alle ihre gewählte Farbe in die Höhe.
Die Themen: Wählt Themen, die die Gruppe wirklich betreffen bzw. interessieren. Mögliche Themen könnten sein: „ Handyfreie Gruppenstunde“ oder „Jute statt Plastik“ oder „Gemischte Gruppen oder Mädchen-/Jungengruppen“ oder…

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