Impulse

Impulse sind eine besondere Art, spirituelle Erfahrungen in ganz einfacher Weise zu machen. Sie sind meistens eher kurz und werden oft zum Ein- oder Ausstieg des Tages verwendet. Auch als "Unterbrechung" des Tages kann man sie gut einsetzen. Sie dienen dazu, kurz abzuschalten, innezuhalten, sich und seinen Körper wahrzunehmen. Impulse können z.B. das Thema des Tages nocheinmal von einer anderen Sichtweise aufgreifen, so dass eine ganz persönliche Reflexion und Ausblick für die eigenen Bedürfnisse entsteht. Dies kann unerwartete Kräfte für Diskussionen und Konferenzen, aber auch Kreativität und Gruppenaufgaben freisetzen.
Also: Einfach mal ausprobieren, unserer Meinung nach kann man diese Impulse für alle Altersklassen einsetzen, wenn man sie entsprechend erklärt und anleitet.



Wir haben unter Morgen- und Abendimpulsen getrennt, weil das Ziel meistens ein anderes ist. Ihr könnt aber nach belieben variieren und selbst eure Ideen noch mit einbringen. Solche Impulse können z.B. auch als Teil in einen Gottesdienst eingebaut werden.

Morgenimpulse

Wachklopfen

Dies ist eine Methode aus der chinesischen Heilkunst QiGong (gesprochen: Tschigong).
Hier kann sich jeder Teilnehmer selbst etwas Gutes tun. Die Idee dahinter ist, dass der Körper, um gesund zu sein und gut arbeiten zu können immer im Fluß sein sollte. Dieser Fluß von Säften und Energie durch den Körper kann durch Verspannungen, Stress, Emotionen etc behindert werden. Durch das Wachklopfen sollen Die Behinderungen beseitigt werden.

Locker hinstellen, die Beine schulterbreit auseinander, leicht in die Knie gehen. Die Hände zu Fäusten ballen und nun den eigen Körper von oben nach unten abklopfen.
Erst der Kopf, hier vorsichtig klopfen!! Dann ebenfalls vorsichtig den Nacken locker klopfen. Die Schultern, in dem man mit einer Hand den Ellenbogen des anderen Armes stützt.
Dann die Arme auf der Außenseite nach unten abklopfen, dann die Hand aussen, dann innen und den Arm von innen wieder Hoch. Nun den anderen Arm.
Dann die Brust wachklopfen, mann kann dazu auch einen Ton summen. Dann die aussenseiten des Oberkörpers und den Bauch. Jetzt beugt man sich 90 grad mit dem Oberkörper nach vorne, nimmt die Arme hinten hoch und lässt die Fäuste auf den Rücken fallen und klopft so den ganzen Rücken ab. Wieder aufrecht hinstellen und den Po klopfen, dann hinten die Beine runterklopfen, an den Fußseiten entlang, den Fußrücken und vorne die Beine wieder hoch.

Jetzt ist der ganze Körper gelockert und wach.

Theresa von Avila sagte: „Tue deinem Körper Gutes, damit deine Seele drin wohnen mag.“


Wie viele Hände ?

Gruppen mit vier oder fünf Teilnehmer/innen bilden. Ein TN schließt die Augen. Die anderen legen die Hände an ihn /sie. Jeder entscheidet, ob er eine, zwei oder keine Hand anlegt. Der TN in der Mitte soll mit geschlossenen Augen die Anzahl der Hände erspüren, die sie/ihn berühren
Ziele: Kontaktaufnahme, Berührungsängste abbauen, erkennen wer da ist, Körpergefühl wekcen, Sinne ansprechen.


Morgenimpuls Wasser treten

Wenn man zu einer Jahreszeit unterwegs ist, in der das Gras morgens noch feucht und kalt ist, passt dieser Impuls am morgen sehr gut.

Außerdem brauch man eine Außenfläche, auf der Gras wächst und die nicht zu weit vom Haus/ bzw. warmen Wasser weg ist.

Zur Vorbereitung benötigt man ein bis zwei große Plastikschüsseln warmes Wasser, jeder Person soll sein eigenes Handtuch mitbringen.

Jetzt geht es ganz einfach darum, dass jeder seine Schuhe und Strümpfe auszieht und erst vorsichtig und dann auch längere Zeit barfuss durch das kalte Gras zu laufen. Das regt den Kreislauf richtig an und macht einen fit für den kommenden Tag.

Man kann davor oder danach Impulsfragen mit auf den Weg geben, d.h. Fragen, die entweder zur Natur, zur Überwindung, zur Kälte, zum Barfuss laufen, zum die Natur spüren passen, und gleichermaßen noch einen passenden Text aussuchen.

Außerdem brauch man eine Außenfläche, auf der Gras wächst und die nicht zu weit vom Haus/ bzw. warmen Wasser weg ist. Zur Vorbereitung benötigt man ein bis zwei große Plastikschüsseln warmes Wasser, jeder Person soll sein eigenes Handtuch mitbringen. Jetzt geht es ganz einfach darum, dass jeder seine Schuhe und Strümpfe auszieht und erst vorsichtig und dann auch längere Zeit barfuss durch das kalte Gras zu laufen. Das regt den Kreislauf richtig an und macht einen fit für den kommenden Tag. Man kann davor oder danach Impulsfragen mit auf den Weg geben, d.h. Fragen, die entweder zur Natur, zur Überwindung, zur Kälte, zum Barfuss laufen, zum die Natur spüren passen, und gleichermaßen noch einen passenden Text aussuchen.

Beispiele

  • Wann hast du das letzte mal mit deinen Füßen die Natur so intensiv gespürt?
  • Ist die Natur/ das Gras angenehm oder befremden für dich?
  • Hat es dich Überwindung gekostet in das kalte Gras zu stehen und wie fühlst du dich jetzt, nachdem du es ausprobiert hast?
  • Was hat dich in letzter Zeit ebenfalls Überwindung gekostet? Und wie hast du dich, nachdem du dich überwunden hast gefühlt?
  • Bis du stolz darauf, mutig zu sein?
  • Welche Sprichwörter und Redewendungen mit Gras/ Natur kennst du? z.B.
    • Frohnatur
    • Gegen ihn ist noch kein Kraut gewachsen
    • Sich an einem Grashalm festhalten
    • Bibelstelle dazu: Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringe, und fruchtbare Bäume auf Erden, die ein jeder nach seiner Art Früchte tragen, in denen ihr Same ist. Und es geschah so. Und die Erde ließ aufgehen Gras und Kraut, das Samen bringt, ein jedes nach seiner Art, und Bäume, die da Früchte tragen, in denen ihr Same ist, ein jeder nach seiner Art. Und Gott sah, daß es gut war. Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag. Genesis 1,11-13

Start in den Tag - Gemeinsam (Morgenimpuls von der KjG Pfarreizeltstadt 2007)

Aus den Grundlagen und Zielen der KjG Satzung:

„Die Gruppen, Projekte und offenen Angebote der KjG bieten Raum für Begegnungen und Beziehungen,
gemeinsame Erlebnisse und gemeinsames Handeln. In ihnen erfahren Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene,
dass sie ernstgenommen werden und nicht allein stehen.“

Der heutige Tag ist also ein Paradebeispiel für das, was KjG ausmacht:
Gemeinsam anpacken.
Gemeinsam spielen und Blödsinn machen.
Gemeinsam relaxen und die Füße hochlegen.
Gemeinsam kreativ und aktiv werden.
Gemeinsam unterwegs sein.
Gemeinsam handeln.
Gemeinsam...
Gemeinsam...
Gemeinsam...

Vielleicht kannst du ja am Ende des Tages die letzten drei Sätze mit deinen drei besten Erlebnissen von heute vervollständigen...

Start in den Tag - Tausend Möglichkeiten (Morgenimpuls von der KjG Pfarreizeltstadt 2007)

Jeden neuen Morgen hast du tausend Möglichkeiten:

Tausend Möglichkeiten, dein Leben zu leben.
Tausend Dinge, die du tun und lassen kannst.
Tausend Entscheidungen, die dich prägen werden.
Tausend Wörter, die du zu anderen sagst.
Tausend Taten, die die Welt verändern können.
Tausend Gedanken, die einmalig sind.
Tausend Nachrichten, die du nutzen kannst.
Tausend Begegnungen, die dich fröhlicher machen.
Tausend Enttäuschungen, aus denen du lernen musst.
Tausend Brücken, die du bauen kannst.
Tausend Gebete, die du sprechen kannst.
Jeden neuen Morgen hast du tausend Möglichkeiten:
Tausend Möglichkeiten, dein Leben zu leben.

Start in den Tag - Abschied (Morgenimpuls von der KjG Pfarreizeltstadt 2007)

Abschied ist die innigste Weise menschlichen Zusammenseins.

Das hört sich schlau an. Aber es hört sich auch echt an.
Genau so werden wir wohl den Sonntag erleben.
Jeder und jede, der/ die schon mal auf einem Lager oder Kurs war weiß, der letzte Tag ist besonders.
Man spürt: Das was man da gerade erlebt hat, war einzigartig. Unbeschreiblich. Genial.
Das letzte Mal die Masse an KjGlerinnen und KjGlern spüren,
das letzte Mal über einen Riesenzeltplatz blicken.
FlipFlops einpacken,
die Luft aus der Luftmatratze lassen.
Abschied nehmen.
Vielleicht einem neuen Freund die Handynummer zurufen
und sich mit der netten Zeltnachbarin auf der nächsten Diko verabreden.
Neue Pläne schmieden.
KjG mitnehmen.
Es gut machen.

Abendimpulse

Sternstunde – Sternmassage

Gemütliche entspannende Massage für eine größere Gruppe.

Die Gruppe teilt sich in zwei gleichgroße Gruppen auf und entscheidet, welche Hälfte zuerst massiert. Diese gehen aus dem Raum und sprechen sich ab: Es werden je nach Anzahl der Personen zu massierende Körperteile verteilt: Kopf, Schultern, Rücken, Hüfte, Arme, Beine, Füße, Hände. Je nachdem wie vertaut die Gruppe ist und auf was die Masseure Lust haben, kann man Körperteile weglassen oder mehrmals verteilen.

Die andere Gruppenhälfte im Raum legt in einen Kreis sich mit dem Kopf nach innen zeigend auf den Bauch. Dann kommen die Masseure/ Masseurinnen rein und jeder beginnt eine Person zu massieren. Ein Leiter/ eine Leiterin gibt nach ca 3 Minuten das kommando zum wechseln. Jeder Masseur/ jeder Masseurin rutscht einfach im Kreis zur nächsten Person.

So wird jede Person im Kreis von jedem/ jeder einmal massiert und bekommt somit auch den ganzen Körper durchmassiert.

Dazu schöne Musik, Duftkerzen, Kissen und Decken.

Abendimpuls mit Fragen

Fragebogen von Max Frisch

Das Buch heisst Fragebogen, ist von Max Frisch geschrieben und im Suhrkampverlag erschienen.

Dies ist eine Sammlung von Fragen, welche man in unterschiedlichster Weise einsetzen kann. Man kann sie einfach hintereinander vorlesen und jeder/ jede, der/ die zuhört kann die Fragen auf sich wirken lassen und seine/ hre Antworten selbst denken, man kann sie aber auch zum Austausch nutzen. Zum Beispiel kann jeder einen Steckbrief von sich verfassen, indem er auf einige Fragen schriftlich antwortet, dazu kann man noch ein Foto schießen und aufkleben. Man kann aber auch in einer kleinen Gruppe die fragen beantworten und diskutieren.

Sie sind sehr lebensnah, philosophisch, manche einfacher, manche komplizierter.

Außerdem sind die Fragen nach Themen geordnet und somit auch bei der Behandlung eines bestimmten Themas brauchbar, z.B. Hoffnung, Freundschaft, Humor, Heimat, Tod und noch einige mehr.

Fragebeispiele:

Hast du Humor, wenn du alleine bist?

  • Was erträgst du nur mit Humor?

  • Gesetzt den Fall, du glaubst an Gott: kennst du Anzeichen dafür, dass er Humor hat?

  • Was fehlt dir zum Glück?

  • Was bezeichnest du als männlich?

  • Was bewunderst du an Frauen?

  • Weißt du in der Regel, was du hoffst?

  • Welche Hoffnung hast du aufgegeben?

  • Wie viele Stunden im Tag oder wie viele Tage im Jahr genügt nen die herabgesetzte Hoffnung, dass es wieder Frühling wird, dass die Kopfschmerzen verschwinden, dass etwas nie an den Tag kommt, dass Gäste aufbrechen usw.?

  • Hast du Angst vor dem Tod und seit welchem Lebensjahr?

  • Was tust du dagegen?

  • Was stört dich an Begräbnissen?

  • Weißt du, wo du begraben sein möchten?


Abendimpuls "Lieblingslieder anhören"

In einer kleineren Gruppe, z.B. beim Grundkurs oder bei Teamklausuren kann mann diesen Impuls gut benutzen. Jede/rTeilnehmer/in wird im vor dem Kurs aufgefordert sein Lieblingslied mitzubringen. Dann wird jeden Abend ein (oder mehrere) Lieblingslied(er) vorgeführt und der/diejenige, der/die das Lied mitgebracht hat kann danach erzählen, warum es eine besodere Bedeutung für sie/ihn hat. Wenn mann will, können dann die anderen noch Fragen stellen oder evtl. selbst erzählen, wie sie das Lied finden, ob sie auch etwas damit verbinden etc.