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Positionspapier des KjG Diözesanverbandes Freiburg, verabschiedet auf der Diözesankonferenz 10 - 12/10/2008
Die KjG steht für eine verbandlich organisierte kirchliche Jugendarbeit. Das heißt für uns…
(1) Wir sind demokratisch. Bei uns haben allein die Mitglieder das Sagen. Jedes einzelne Mitglied kann sich einbringen und Verantwortung übernehmen. Wir bestimmen unsere Organisationsformen und Inhalte selbst. Eine demokratische Satzung ermöglicht Beteiligung, eine verantwortliche Leitung und schützt Minderheiten. Jugendverbände stehen für eine selbstorganisierte Jugendarbeit.
(2) Wir sind solidarisch. Im Jugendverband ist keiner allein: Über Pfarreigrenzen arbeiten wir zusammen, gemeinsam erreichen wir, was allein nicht möglich ist. Junge Menschen stellen selbst für junge Menschen etwas auf die Beine. Verbandliche Organisation schafft Freiheit und Unabhängigkeit. Jugendverbände stehen für eine selbständige Jugendarbeit.
(3) Wir sind politisch. In unseren Gruppenstunden, Lagern, Leitungsrunden und verbandlichen Gremien setzen wir uns ein für Kinder und Jugendliche, für Gerechtigkeit und Frieden. In der KjG lernen junge Menschen, selbst ihre Meinung zu vertreten und sich dafür einzusetzen. Jugendverbände sprechen wirklich für Kinder und Jugendliche.
(4) Wir sind prophetisch. Als junge Christinnen und Christen gestalten wir die Kirche mit. Die KjG bietet einen Raum, den eigenen Glauben zu entdecken und zu leben und unterstützt Kinder und Jugendliche darin, selbstbewusst im Glauben zu werden. Katholische Jugendverbände stehen für eine solidarische, engagierte, verantwortungs-volle Art, christlichen Glauben heute zu leben.
Die KjG hat sich gemeinsam mit anderen katholischen Jugendverbänden zum Bund der Deutschen Katholischen Jugend zusammengeschlossen. Wir gestalten den BDKJ aus unserem verbandlichen Selbstverständnis mit…
Wir stehen zu unseren Grundsätzen. Als Jugendverband stehen wir glaubhaft für eine demokratische selbstorganisierte Jugendarbeit. Mitglieder von Jugendverbänden entscheiden sich bewusst für ihren Verband und können seine Politik mitbestimmen. Mit einem klaren Mitgliederbegriff sind Standpunkte demokratisch legitimiert. Wir wollen den BDKJ als Dachverband, der glaubhaft für Kinder und Jugendliche spricht.
Wir sind offen. Wir laden Jugendgruppen ein, die noch nicht verbandlich organisiert sind, sich uns oder anderen Verbänden anzuschließen oder neue Verbände zu gründen. Über Verbandsgrenzen arbeiten wir mit anderen Gruppen und Organisationen zusammen. Der BDKJ und seine Mitgliedsverbände müssen offen sein für alle jungen Menschen, die sich im demokratischen Jugendverband organisieren wollen.
Wir wollen mehr werden. Wir wollen möglichst vielen jungen Menschen ermöglichen, sich selbstorganisiert einzubringen und zu engagieren, ihren Glauben selbstbestimmt zu leben und die eigene Meinung einzubringen. Wir glauben, dass die ideale Form dafür die verbandliche ist. Dafür stehen wir auch im BDKJ ein. Katholische Jugendverbände haben Zukunft!
Hier gibt es das Positionspapier als PDF.
Was bedeutet Parität in der KjG?
- Parität in der KjG bedeutet, dass in Leitungen und in wichtigen Gremien der KjG immer gleich viel Frauen wie Männer zu wählen sind.
- Hintergrund der Paritätsdiskussion in der KjG ist die Tatsache, dass in Kirche und Gesellschaft nach wie vor vorwiegend Männer in Leitungsämtern sind.
- Parität soll Frauen und Männern in gleichem Maße dazu befähigen, ihre jeweils geschlechtertypischen Perspektiven mit einbringen und Erfahrungen in Leitungsämtern zu sammeln um somit ihren Verband gleichermassen für Männer und Frauen, Jungen und Mädchen zu gestalten.
- mit unserer Satzung ermöglichen wir Parität.
Warum Parität?
Kommentar der KjG-Diözesanleitung Freiburg
Die Diözesanleitung des DV Freiburg sieht die Parität als Grundsatz für die Arbeit in der KjG. Parität ist wichtig, weil sie eine gleichberechtigte Mitbestimmung für Mädchen und Jungen, Frauen und Männer in der KjG ermöglicht und fördert.
Wir nehmen wahr, dass die Diskussion um Gleichberechtigung von Mann und Frau an vielen Punkten schon Veränderungen in unserer Gesellschaft bewirkt hat, aber gerade wenn es um Leitung und Machtpositionen geht, noch nicht komplett verwirklicht ist.
Uns ist es wichtig, gerade in der katholischen Kirche, ein Zeichen für Gleichberechtigung zu setzen. Männer und Frauen denken, arbeiten und fühlen unterschiedlich; dem gerecht zu werden, müssen Geschlechtsspezifika im Blick behalten werden und eine gleichberechtigte Beteiligung angestrebt werden.
Wir haben mehr von dem jeweils anderen Geschlecht, wenn wir Frauen und Männern den gleichen Stellenwert einräumen.
Wir wollen in der KjG als Vorbild voran gehen und diese fortschrittliche Errungenschaft der Parität zum einen schützen, zum anderen aber auch bewerben und dafür kämpfen.
Wir sehen uns in vielen Punkten als Vorreiter in Kirche und Gesellschaft, Stichworte sind Demokratie, Mitbestimmung, Gleichberechtigung, Gemeinnützigkeit, verantwortungsvoller Umgang mit Mitmenschen, Umgebung und Umwelt und eben auch Parität.
Wir wollen auch weiterhin für diese Werte einstehen, diese verteidigen und dafür kämpfen.
Wir sind KjG, wir haben Profil.
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